Schulung
Palliative Geriatrie für Multiplikator:innen
Veranstalter: HOSPIZ ÖSTERREICH
Wann: 12. bis 16. Oktober 2026, 09.00 – 17.00 Uhr (40h)
Wo: Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten
Inhalt
Methodenmix, angelehnt an Storyline-Methode (siehe ausführlicher unter Methoden)
Was wird nicht vermittelt?
Projektmanagement, wissenschaftliche Grundlagen, fachspezifische Ausbildung zu Palliative Care für die Multiplikator:innen
Inhalte konkret
- Was ist Palliative Care, Palliative Geriatrie?
- Bedarf an kurativen und palliativen Maßnahmen bei der Aufnahme in das Heim
- Angehörige als Adressat:innen von Palliative Care von der Aufnahme bis nach dem Tod der Bewohnerin/des Bewohners
- Fortschreitende Demenz und Palliative Care
- Kommunikation mit Hochbetagten mit und ohne Demenz
- Schmerzwahrnehmung, Schmerztherapie
- Herausforderndes Verhalten – Aggression
- Die „kleine Ethik“ im Alltag (Achtsamkeit im Umgang mit hochbetagten Bewohner:innen)
- Ablehnendes Ess- und Trinkverhalten
- Ethische Entscheidungen am Lebensende
- Vorausschauende Behandlungsplanung – der VSD Vorsorgedialog®
- Symptomkontrolle am Lebensende
- Sterben, Tod und Trauer
Methoden
Das Curriculum schlägt Unterrichtsmethoden vor, die sich besonders für Menschen mit unterschiedlichem Bildungshintergrund eignen und die Eigenaktivität der Lernenden fordern und fördern. Das Curriculum sieht einen abwechslungsreichen Methoden-Mix vor. Es lehnt sich an die Storyline-Methode an, die einen offenen, zugleich aber zielgerichteten Unterricht ermöglicht. Die Teilnehmenden müssen in hohem Maße selbst aktiv werden, d.h. selbst lernen, anstatt belehrt zu werden. In einer Storyline folgen die Inhalte einer einfachen Geschichte, die im Laufe der Fortbildung Schritt für Schritt weiterentwickelt wird. Das Curriculum bedient sich einer simulierten Realität: Im Mittelpunkt steht der letzte Lebensabschnitt einer/eines von den Teilnehmenden selbst „erfundenen“ alten Frau/Mannes, von der Aufnahme im Pflegeheim bis nach dem Tod. Am Beispiel dieser Bewohnerin/dieses Bewohners werden alle wesentlichen Themen behandelt. Dabei fließen die Erfahrungen, Kenntnisse, Einstellungen und Werte der Teilnehmenden in den gemeinsamen Lernprozess ein. Ein weiteres Prinzip besteht darin, die Teilnehmenden als Expert:innen für ihre Lebenswelt ernst zu nehmen. Sie werden ausdrücklich ermutigt, ihre Wahrnehmungen, Erfahrungen, Ideen, Vermutungen und Überzeugungen einzubringen. Die Teilnehmenden erwerben dabei nicht so sehr Wissen über isolierte Einzelheiten, sondern eignen sich Sinnzusammenhänge an, die ihnen einleuchten und die sie daher so schnell nicht wieder vergessen. Sie erwerben dadurch gleichzeitig Selbstvertrauen, denn sie erfahren, dass sie in der Lage sind, wichtige Fragen durch eigenes Nachdenken, Probieren und Diskutieren mit anderen zu beantworten. Außerdem erleben sie, dass Lernen nicht anstrengend und frustrierend sein muss, sondern auch anregend sein und Freude machen kann.
Wer die Multiplikator:innenschulung Palliative Geriatrie absolviert hat, hat die Berechtigung und die Fähigkeit, nach dem von HOSPIZ ÖSTERREICH empfohlenen Curriculum Palliative Geriatrie Workshops in den Alten- und Pflegeheimen durchzuführen, allerdings NUR im Rahmen eines Organisationsentwicklungsprozesses im Rahmen von HPCPH in Abstimmung mit der landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisation. Die Workshops müssen immer zu zweit abgehalten werden, in diesem Team sollten eine Pflegeperson und ein:e Mediziner:in abgebildet sein.
Zielgruppe
Aufnahmekriterien
Vorhandenes Wissen und Erfahrung in:
- Hospiz und Palliative Care – Interprofessioneller Palliativbasislehrgang erforderlich
Der Interprofessionelle Palliativbasislehrgang wird in acht Bundesländern von unter-schiedlichen Anbietern durchgeführt und umfasst zwei Semester mit insgesamt 168 Unter-richtseinheiten und einem 40-stündigen externen Praktikum [30 ECTS].
https://www.hospiz.at/fachwelt/bildung/interprofessionelle-basislehrgaenge/ - Geriatrische Kompetenz
- Erfahrung in der Begleitung von Gruppenprozessen und die Bereitschaft im multiprofessionellen Team zu arbeiten
Termin & Umfang
Montag, 12. Oktober 2026, bis Freitag, 16. Oktober 2026, 09.00 – 17.00 Uhr (40h)
Die DURCHGÄNGIGE Anwesenheit (100% = 40h) ist unbedingt ERFORDERLICH, um die Schulung erfolgreich abzuschließen und eine Teilnahmebestätigung zu erhalten!
Anmeldeschluss: 1. Juni 2026
Fortbildungspunkte
Bei Bedarf wird um 40 sonstige DFP Punkte bei der ÖÄK angesucht.
Teilnahme
Schulungskosten inkl. Arbeitsmaterialien: Die Kosten für die Multiplikator:innenschulung betragen € 1.250,00 pro Teilnehmer:in bei 20 Teilnehmer:innen. Wenn es weniger Teilnehmer:innen sind, erhöhen sich die Kosten.
Reise- und Aufenthaltskosten sind nicht in den Schulungskosten inkludiert, beides muss selbst organisiert und bezahlt werden.
Stornobedingungen:
Bei Abmeldung
– bis 2 Wochen vor dem Termin werden 50%,
– bis 3 Tage vor dem Termin werden 75%,
– am Veranstaltungstag werden 100%
des Teilnahmebetrags einbehalten, wenn keine Ersatzperson entsendet werden kann.
Bei Absage durch den Veranstalter erhalten die Teilnehmenden eine Refundierung des bezahlten Betrags in voller Höhe.
Anmeldung
Notwendige Unterlagen:
- Lebenslauf
- Nachweis Absolvierung Interprofessioneller Palliativbasislehrgang (oder Anmeldebestätigung zu diesem, wenn noch nicht absolviert)
Wir ersuchen Sie das Anmeldeformular hier auf der Website auszufüllen und Ihren Lebenslauf sowie etwaige Nachweise hochzuladen.
Bei erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie von HOSPIZ ÖSTERREICH eine Anmeldebestätigung per E-Mail.
Kontakt
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte gerne an Maria Eibel, BSc, MA, MBA:
Dachverband der Palliativ- und Hospizeinrichtungen
Ungargasse 3/1/18, 1030 Wien, Österreich
+43 1 803 98 68 | dachverband@hospiz.at
www.hospiz.at



